Der Aufbau des Körpers der Würmer

Leichen, Körperteile und Organe: Ausstellung in Kassel

Ljamblii und das Wasserbecken

Weinbergschnecke Helix pomatia. Es ist die artenreichste der acht rezenten Klassen der Weichtiere und die einzige, die auch landlebende Arten hervorgebracht hat.

Zellen im Mantel bilden die harte Schale, die zwar im Grundaufbau anderen Weichtierschalen ähnelt, aber im Gegensatz zu diesen meist asymmetrisch zu einer Seite des Körpers gewunden ist. Sie haben ihr Gehäuse im Lauf der Evolution wieder zurückgebildet. Deutlich erkennbar ist aber der Mantelsack am Kopfende, der ursprünglich den Schneckenkörper im Gehäuse umhüllte. Schnegel enthalten im Mantelsack noch ein kleines rudimentäres Kalkplättchen. Auch Glasschnecken und Daudebardien tragen ein deutlich zurückgebildetes Gehäuse, in die sie sich nicht mehr vollständig zurückziehen können.

Die Asymmetrie der Schneckenschale entsteht durch einen entwicklungsbiologischen Vorgang, den man als Torsion bezeichnet, bei dem der Eingeweidesack mit dem Mantel sich nach rechts dreht, so dass die ursprünglich hinten liegende Mantelhöhle mit den Atemorganen nach vorne wandert sogenannte VorderkiemerschneckenProsobranchia.

Bei den Hinterkiemerschnecken Opisthobranchia führt eine weitere Drehung dazu, dass die Mantelhöhle Der Aufbau des Körpers der Würmer nach hinten zu liegen kommt. Bei einigen Wasserschneckengruppen entstand nach Rückbildung der Kiemen eine funktionelle Lunge. Die als Schneckenhaus bekannte Schale der Schnecken besteht wie bei den übrigen Schalenweichtieren aus Kalk Calciumcarbonatunterscheidet sich aber durch ihre asymmetrisch spiralige Windung deutlich von diesen und kann so zum Beispiel von der Schale einer Muschel unterschieden werden.

Der Kalk zum Schalenaufbau wird mit der Nahrung aufgenommen, kann aber zum Teil auch durch den Sohlenschleim aus dem Boden gelöst werden oder durch Anraspeln von anderen Weichtierschalen gewonnen werden. Bei Strandschnecken kann so die Schale bei Niedrigwasser abgedichtet und die Schnecke gegen Austrocknung geschützt werden.

Auch Landdeckelschnecken Pomatiidae schützen sich mit einem Operculum gegen Austrocknung. Aber auch zur Zeit der Winterstarre wird die Schneckenhausöffnung bis zum Erwachen im Frühjahr verschlossen. Der Schalendeckel der Landlungenschnecken wie zum Beispiel der Weinbergschneckedas sogenannte Epiphragmaist jedoch eine komplett andere Bildung, die im Frühling wieder abgeworfen wird.

Grundsätzlich ist die Windungsrichtung der Schneckenschale bei den meisten Arten nach rechts für jede Art spezifisch und wird matroklin dem Genom des Muttertiers folgend vererbt. Die Ausnahme bilden Abweichlinge, bei denen die Schale entgegengesetzt gewunden ist. Bei Weinbergschnecken bezeichnet man diese seltenen Exemplare als Schneckenkönige. Nur bei diesen sind die Fühler einziehbar. Hierfür sondern Drüsen am vorderen Kopfende Schleim ab, über den sie mit raupenartigen Bewegungen der Sohle kriechen.

Der Schleim besteht aus Polysacchariden und Proteinen und ist strukturviskos. Andere Arten haben sich an eine sessile Lebensweise ähnlich den Muscheln angepasst. Unter den Schnecken gibt es Pflanzenfresser, Aasfresser und Raubschneckenwobei Pflanzenfresser oft auch Aas, und Aasfresser oft auch Der Aufbau des Körpers der Würmer fressen, also Allesfresser sind. Ähnlich dem Gebiss anderer Tiere ist die Radula der Schnecken der Ernährung angepasst: Pflanzenfresser besitzen eine Vielzahl gleichförmiger Raspelzähnchen, mit denen Pflanzenmaterial abgeraspelt werden kann.

Räuberische Arten besitzen oft weniger, lange, dolchartige Raspelzähnchen, mit denen die Beute festgehalten werden kann und Fleischstücke herausgerissen werden. Bei den meeresbewohnenden, räuberischen Kegelschnecken Conidaebilden sich nur wenige harpunenförmige Zähnchen, mit denen der Beute ein Gift injiziert und sie dadurch schnell genug gelähmt wird, um sie am Stück zu verschlingen.

Während viele meereslebende Schnecken sich über frei schwimmende Larven vom Veliger -Typ entwickeln, entwickeln sich die Landschnecken vollständig innerhalb des Eies und schlüpfen als beschalte Jungschnecken. Andere sessile Arten wie die Pantoffelschnecke haben ein besonderes Zwittertum entwickelt: Abhängig vom Alter des Tieres reifen die Geschlechtsorgane, so dass sie in jungen Jahren männliche und in älteren weibliche Funktionen erfüllen.

Da sie festsitzen und sich demnach nicht fortbewegen, setzt sich die Nachkommenschaft mit Vorliebe im beweglichen Stadium der Veligerlarve rechts auf ein älteres Tier. Nach Reifung der Larve zur erwachsenen männlichen Schnecke kann sie sich mit der älteren weiblichen Schnecke vermehren und das Spiel kann mit Der Aufbau des Körpers der Würmer Nachkommenschaft von vorne beginnen.

Im Verlauf des Liebesspiels kann es zur Anwendung eines so genannten Liebespfeils kommen, mit dem ein hormonales Sekret übertragen wird, das die Fortpflanzungschancen Der Aufbau des Körpers der Würmer Samenzellen der betreffenden Spenderschnecke verbessert.

Nach der Begattung bleiben die beiden Schnecken verbunden und tauschen ein Samenpaket, die so genannte Spermatophore, aus. Die darin enthaltenen Samenzellen werden im Genitalapparat der Schnecke in der Befruchtungstasche gespeichert. Später, unabhängig von der Paarung, entstehen in der Gonade da sie auch die Samenzellen produziert, wird sie als Zwitterdrüse bezeichnet Eizellen, die mit den gespeicherten Samenzellen befruchtet werden.

Auf ihrer Wanderung durch den Eisamenleiter zum Genitalausgang entwickeln sich die befruchteten Eizellen zu Eiern, die bei der Weinbergschnecke Der Aufbau des Körpers der Würmer über eine schützende Eierschale verfügen und in einer eigens gegrabenen Legehöhle abgelegt werden. Über die genaue Artenzahl der Gastropoden liegen lediglich Schätzungen vor, welche teilweise weit voneinander abweichen.

Während die meisten Schätzungen von etwa Der Anteil an Land lebender Schnecken wird auf ca. Der Grund für die stark Der Aufbau des Körpers der Würmer Angaben liegt offensichtlich im Fehlen einer kritischen Gesamtrevision der Schnecken- Taxonomie. In jüngerer Zeit sind infolge der Anwendung molekularer Analysemethoden bisher getrennte Arten zusammengefasst, andere auch in mehrere aufgetrennt worden.

Einige bislang weitgehend unbearbeitete Lebensräume — z. Fossile Schnecken sind seit dem frühen Kambrium vor ca. Im Erdaltertum verbreitet waren Arten der Gattung Bellerophon. Die früher teilweise vermutete nahe Verwandtschaft zu den Einschalern Monoplacophora gilt heute als überholt. Als systematisches und primäres Kennzeichen der Schnecken gelten neben molekularen Markern die Ausbildung einer Streptoneurie durch Torsiondie Ausbildung einer rein vorderen Mantelhöhledie Ausbildung von nur einem Paar Schalenmuskeln und nur einer der rechten Gonade, ferner die Ausbildung von einem Paar Kopftentakel.

Die innere Systematik der Schnecken wird in vielen Zügen noch immer kontrovers diskutiert. Einigkeit besteht aber darin, dass das traditionelle System als veraltet gilt, da es nicht auf monophyletischen Einheiten beruht siehe die zweite Liste weiter unten. Die traditionell verwendeten Hauptgruppen — Prosobranchia VorderkiemerschneckenOpisthobranchia Hinterkiemerschnecken und Pulmonaten Lungenschnecken — beschreiben Organisationsniveaus und werden nur noch als deskriptive Einheiten auf informeller Basis verwendet.

Veraltet ist freilich auch die Unterteilung, etwa durch Pedanios Dioskuridesin Landschnecken, Meerschnecken und Feldschnecken. Neuere morphologische und genetische Merkmale bringen zunehmend neue Erkenntnisse bezüglich der Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den einzelnen Schneckengruppen. In diesem System wurden möglichst nur strikt monophyletische Gruppen beibehalten, soweit sie den Autoren als solche erkennbar waren.

Auch diese Analyse gilt heute allerdings infolge jüngerer Der Aufbau des Körpers der Würmer [11] [12] [13] als stellenweise überholt. Diese und viele weitere aktuelle Befunde werden hier noch nicht dargestellt, weil die Schneckensystematik noch im Fluss ist. Schnecken Gastropoda Cuvier Das traditionelle und veraltete System unterteilt die Schnecken hingegen in die drei Hauptgruppen Vorderkiemerschnecken ProsobranchiaLungenschnecken Pulmonata und Hinterkiemerschnecken Opisthobranchia mit diversen Untergruppen.

Diese Untergliederung wird vielfach noch verwendet und soll daher hier kurz dargestellt werden. Einige Beispielarten Der Aufbau des Körpers der Würmer ebenfalls angeführt. Schnecken sind Nahrungsgrundlage zahlreicher Tiere und Zwischenwirte vieler Parasiten und Krankheitserreger. Die Arten der Gattungen Biomphalaria und Bulinus sind die Zwischenwirte für verschiedene Arten des Pärchenegelsdie die Schistosomiasis früher auch Bilharziose genannt beim Menschen verursachen.

Diese Parasiten leben gewöhnlich in tropischen Ländern. Die Bernsteinschnecke ist Zwischenwirt für den Saugwurm Leucochloridium paradoxumder Vögel befällt. Andere Arten verbreiten Pflanzenpathogene, wie zum Beispiel viele Nacktschnecken. Kommt es durch das Wirken des Menschen zu einem Ungleichgewicht zwischen Schnecken und deren natürlichen Fressfeindenkann Massenvermehrung zu negativen Effekten führen, die durch Monokulturen Der Aufbau des Körpers der Würmer der Landwirtschaft verstärkt werden.

Auch Neozoen sind problematisch. Einige Schneckenarten, vor allem Weinbergschneckengelten seit der Antike als Delikatesse. Sie werden vornehmlich in Südeuropa Frankreich, Italien, Spanien und Portugal geschätzt, es gibt aber auch tradierte süddeutsche Schneckenrezepte zum Beispiel die Badische Schneckensuppe. Inzwischen wurde die Weinbergschnecke in die Liste der geschützten Tierarten nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen [14] aufgenommen, da ihr Bestand in einigen Gegenden stark abgenommen hatte oder sie nicht mehr vorhanden waren.

Die Tiere werden in Schneckenfarmen aufgezogen und im Lebensmittelhandel verkauft. Mediendatei abspielen. Kategorie Der Aufbau des Körpers der Würmer Schnecken. Versteckte Kategorie: Wikipedia:Artikel mit Video. Namensräume Artikel Diskussion. Ansichten Lesen Quelltext anzeigen Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Projekten Commons Wikispecies.

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